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Kampagne zur Heizungsoptimierung "Schöner heizen, leiser sparen - alles bestens, weil geregelt"

Gebäudebesitzer können durch eine effiziente Heizung Energiekosten einsparen und den Komfort steigern. Gerade in Altbauten ist eine Optimierung der Heizungsanlage eine sinnvolle Maßnahme, die mit geringen Investitionen durchgeführt werden kann. 
 

Kompetente Fachhandwerker führen nach Terminvereinbarung die so genannte „Heizungs-Visite“ durch. Dabei wird der Zustand der Heizungsanlage festgestellt. Neben den Bereichen der Wärmeerzeugung und -verteilung wird auch die Wärmeübergabe und das Ausmaß der Wärmeverluste betrachtet. Zusammen mit den zentralen Kennwerten des Gebäudes und der Anlage kann der Fachmann anschließend individuelle Empfehlungen aussprechen, welche Maßnahmen zur Heizungsoptimierung ergriffen werden können bzw. sollten.

Haustechnische Sanierungsmaßnahmen können beispielsweise sein:

- Regelung oder Neuinstallation der Heizungspumpe

- Durchführung eines hydraulischen Abgleichs

- Einbau voreinstellbarer Thermostatventile

- Austausch des Kessels


Eine energetische Optimierung macht häufig auch dann Sinn, wenn die Abgasgrenzwerte der Heizungsanlage noch im „grünen Bereich“ liegen und seitens des Schornsteinfegers keine Aufforderung zur Reparatur oder zum Ersatz der Anlage oder des Kessels erfolgt ist.


Das Faltblatt zur Aktion "Schöner heizen, leiser sparen - alles bestens, weil geregelt" und das Merkblatt zur Heizungs-Visite können Sie hier downloaden.


Wer führt die Heizungs-Visite durch?

In Remscheid gibt es aktuell sechs Heizungsfachhandwerker, die die Heizungs-Visite durchführen. Die Liste der Firmen mit den Kontaktdaten finden Sie hier.  


Zuschüsse durch die KfW

Ein finanzieller Anreiz zur Durchführung der Maßnahmen ist auch die Sonderförderung der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), bei der bis zu 25 Prozent der Kosten für die Optimierung der Heizungsanlage bezuschusst werden.

Gefördert wird die Optimierung der Wärmeverteilung im Rahmen bestehender Heizungsanlagen. Der Zuschuss beträgt 25 Prozent der Kosten für die Optimierung der Wärmeverteilung. Liegen die Kosten unter 400 Euro beträgt der Zuschuss 100 Euro. Bei Kosten unter 100 Euro wird kein Zuschuss gezahlt. Die Antragstellung erfolgt nach Durchführung der Maßnahmen (bis spätestens sechs Monate nach Abschluss des Vorhabens). Der Antrag ist direkt bei der KfW einzureichen. Als Nachweis ist zusätzlich die Rechnung des Fachunternehmens einzureichen. Ein Merkblatt gibt Ihnen weitere Hinweise zur Inanspruchnahme der Förderung.


 

Wettbewerb „Wer hat die älteste Heizungspumpe in seinem Heizungskeller?“

Im Rahmen der Aktion „Schöner heizen, leiser sparen - alles bestens, weil geregelt“ wird der Wettbewerb „Wer hat die älteste Heizungspumpe in seinem Heizungskeller“ durchgeführt. Remscheider Gebäudebesitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern können sich an dem Wettbewerb beteiligen und der Besitzer mit der ältesten Pumpe gewinnt eine neue Heizungspumpe.

Bitte beachten Sie: Es muss sich um eine Heizungspumpe handeln, die nicht bereits bauseits im Gerät/Kessel eingesetzt ist.

Eine energieeffiziente Heizungspumpe der Effizienzklasse A und ihr Einbau in die Anlage des Gewinners wird gesponsert von der Firma Rudolf Wenzel oHG.*)

Aus allen Einsendungen gewinnt der Gebäudebesitzer, der nachweislich die älteste installierte elektrische Heizungspumpe in seinem Gebäude in Betrieb hat. Sollte von den Einsendungen mehr als eine Pumpe im gleichen Jahr in Betrieb gegangen sein, so entscheidet das Los.

Und so geht es:

Den Fragebogen bitte ausfüllen und ein oder mehrere Fotos bzw. Digitalfotos von der Heizungspumpe, der Anlage und des Typenschilds beim Fachdienst Umwelt einreichen. Bitte übersenden Sie per E-Mail nur Fotos im jpg-Format und in einer maximalen Größe von 200-250 KB.

Einsendeschluss: 31. Januar 2010


Adresse für Ihre Einsendung:

Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt, Elberfelder Str. 36, 42853 Remscheid
E-Mail umweltamt@str.de


Hinweis:

*) Die Stadt Remscheid und die Firma Rudolf Wenzel oHG verschenken an den Besitzer der ältesten Heizungspumpe eine energieeffiziente Heizungspumpe. Wettbewerbsteilnehmer müssen bis zum  31.01.2010 per Post oder per E-Mail ihre Einsendung bei der angegebenen Adresse eingereicht haben. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Gewinner erklärt sich mit der Veröffentlichung seines Namens einverstanden. Das Gewinnspiel gilt nur für ein Gebäude, das im Remscheider Stadtgebiet steht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Informationen zu Heizungspumpen
In fast jedem Haus gibt es sie, als relevanter Stromverbraucher wird sie trotzdem in den seltensten Fällen wahrgenommen: Die Heizungspumpe. Die Heizungs- und Warmwasserzirkulationspumpen gehören mit einem Anteil von 10 bis 15 Prozent am gesamten Stromverbrauch in der Regel zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Da die meisten Pumpen erheblich überdimensioniert sind, im Altbau oft um das Dreifache, ist das Einsparpotenzial hoch. Wenn gleichzeitig die Laufzeit verringert wird, sind ohne bzw. mit geringem Geldeinsatz Stromeinsparungen bis zu 90 Prozent möglich!

Investieren Sie in moderne Technik - Wenn eine Anpassung nicht möglich ist, lohnt sich häufig der Einbau einer neuen, kleineren Pumpe. Die erforderliche Leistung sollte durch eine Rohrnetzberechnung ermittelt werden. Inzwischen gibt es auch für Heizungspumpen das von Kühlschränken und anderen Haushaltsgeräten bekannte Effizienzlabel. Bevorzugen Sie bei einer Neuanschaffung unbedingt Stromsparpumpen der Effizienzklasse A oder A+. Fragen Sie Ihren Fachhandwerker danach! Die Pumpen sind inzwischen in verschiedenen Größen für Ein- und Mehrfamilienhäuser auf dem Markt und haben einen etwa dreimal so hohen Wirkungsgrad wie Standardpumpen. Zusammen mit der integrierten stufenlosen Anpassung des Drucks an die wechselnden Betriebsbedingungen kann ihr Einsatz eine Stromeinsparung von bis zu 80 Prozent bewirken, wodurch sich die Mehrkosten für die Investition schnell amortisieren. Und staatliche Förderung können Sie auch in Anspruch nehmen!


Informationen zum hydraulischen Abgleich
Beim hydraulischen Abgleich handelt es schlichtweg um die Einstellung der jeweils ausreichenden Heizungswassermengen für jeden Heizkörper im Haus. Ohne diese optimierende Einstellung kommt es häufig vor, dass die in der Nähe der Umwälzpumpe liegenden Heizkörper von zu viel und die weiter entfernt angebrachten Heizkörper von zu wenig Heizwasser durchströmt werden. Die weit verbreitete Methode besteht darin, die Temperatur am Kessel hochzudrehen und die Umwälzpumpe auf höchster Stufe zu betreiben.. Der Effekt: Erhöhte Wärmeverluste über die Heizungsrohre des Kessels, ein schlechter Nutzungsgrad durch unnötig hohe Vor- und Rücklauftemperaturen, eine höhere Stromrechnung durch die überhöhte Pumpenleistung und zusätzlich unangenehme Pfeifgeräusche an den Thermostatventilen durch den erhöhten Pumpendruck.

Beinahe jeder Hausbesitzer kennt einige dieser Negativeffekte, denn Tatsache ist, dass der hydraulische Abgleich in der überwiegenden Anzahl der Heizungsanlagen nicht durchgeführt wurde oder beispielsweise nach energetischen Sanierungsarbeiten an Fassade, Dach, Fenstern überholt ist. Dabei liegen die Erfahrungswerte für die Energieeinsparungen zwischen 10 und 20 Prozent. Was für den einzelnen Hausbesitzer zu erreichen ist, hängt vom konkreten Zustand der Anlage ab udn auch vom Verhalten der Bewohner im Alltagsbetrieb der Heizungsanlage.

Ein kompetenter Fachhandwerker stellt vor Ort den Wärmebedarf der einzelnen Räume fest und berechnet mit einem Softwareprogramm die neuen Einstellwerte für Thermostatventile und Umwälzpumpe. Ein hydraulischer Abgleich erfordert nur geringe Investitionen an Zeit und Geld und bringt keine lärmenden dreckigen Baustellen im eigenen Haus mit sich. Und staatliche Förderung zur Durchführung der Handwerksarbeiten gibt es auch!