Müngstener Brücke / Brückenpark

Die Höchste im ganzen Land!

Als sie am 15. Juli 1897 dem Verkehr übergeben wurde, galt die Müngstener Brücke, bis heute Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke, mit Recht als ein technisches Wunderwerk.

In 107 Metern Höhe und 500 Metern Länge überspannt sie einen Taleinschnitt bei der Ortschaft Müngsten. Sie verbindet die Städte Remscheid und Solingen. Ihre Maße scheinen die Bezeichnung "wuchtiges Bauwerk" zu rechtfertigen.

Und doch mutet die gewaltige Eisenkonstruktion eher leicht, schwebend und filigran an. Sie erinnert an die Bauweise von Fachwerkhäusern in der umgebenden Landschaft und ist ein überzeugendes Beispiel für den möglichen Einklang von Technik und Natur. Das geglückte Zusammenspiel von Theorie und Praxis, die Art, wie schon der Entwurf die komplizierte Montage einbezog, war bahnbrechend und zukunftsweisend.

Das Bauwerk von Müngsten wurde zum Beispiel zum Vorbild für die Straßenbrücke über den Niagara. Die Pläne zum Bau entstanden in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Sie wurden angeregt von den Städten Remscheid und Solingen, die bereitwillig den größten Teil der Grunderwerbskosten (1,3 von 1,6 Millionen Reichsmark) übernahmen. 1890 bewilligte der preußische Landtag die für den Brückenbau veranschlagten Finanzmittel in Höhe von rund fünf Millionen Reichsmark.

Die tatsächlichen Baukosten betrugen nach Ausführung des endgültigen Entwurfs "nur" 2,64 Millionen Reichsmark.

 

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