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Einwohner
Remscheid ist eine kreisfreie Großstadt im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen. In der Stadt leben rund 122.000 Einwohner auf einer Fläche von 74,6 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 1.633 Einwohnern je Quadratkilometer.
Bevölkerungsdaten
| Einwohnerzahl |
121.836 |
| Bevölkerungsdichte (in Einwohner/qkm) |
1.633 |
| Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer/innen |
45.542 |
| - Land- und Forstwirtschaft, Fischerei |
251 |
| - Produzierendes Gewerbe |
23.684 |
| - Handel, Gastgewerbe und Verkehr |
7.936 |
| - Sonstige Dienstleistungen |
13.669 |
| -- davon Kredit- und Versicherungsgewerbe |
1.097 |
| -- davon Grundstückswesen, Vermietung, Dienstleistungen für Unternehmen |
3.873 |
| -- davon öffentliche und private Dienstleistungen (ohne öffentliche Verwaltung) |
6.803 |
| Offene Stellen |
3.022 |
| Arbeitslose |
5.596 |
| Arbeitslosenquote |
9,10% |
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Wirtschaftsstruktur
Trotz vielfältiger Strukturveränderungen in den letzten Jahrzehnten spielt auch heute noch die traditionelle Werkzeugproduktion eine große Rolle in Remscheid, wobei die ansässigen Unternehmen durch den Einsatz modernster High-Tech-Verfahren auch international technische Maßstäbe setzen.
Dies lässt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Exportanteil an den Umsätzen von 49,6% bei den Betrieben im Bergbau und im Verarbeitenden Gewerbe mit mehr als 20 Beschäftigten ablesen. 152 dieser Betriebe gab es im Jahr 2002, die insgesamt 17.868 Arbeitskräfte beschäftigten. Daneben existierten 310 industrielle Kleinbetriebe mit weniger als 20 Beschäftigten in Remscheid (Stand 2001), davon fast zwei Drittel in der Metallerzeugung und -bearbeitung, die insgesamt 2.323 Arbeitskräfte beschäftigten.
2002 gab es in Remscheid 45.542 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die sich wie folgt auf die unterschiedlichen Branchen verteilten:
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei |
251 |
| Produzierendes Gewerbe |
23.684 |
| Handel-, Gastgewerbe und Verkehr |
7.936 |
| Sonstige Dienstleistungen |
13.669 |
Die Arbeitslosenquote lag zum 31.12.2002 bei 9,1%; die Anzahl der Kurzarbeiter/-innen bei 854 und die Anzahl der im Laufe des Jahres gemeldeten offenen Stellen bei 3.022.
Wirtschaftliche Strukturdaten:
|
Remscheid |
IHK-Bezirk |
NRW |
| Wohnbevölkerung am 31.12.2001 |
118.753 |
648.569 |
18.052.092 |
| Einwohner je qkm |
1.599 |
1.873 |
582 |
| Bruttoinlandsprodukt 2000 in Mio. € |
3.111 |
16.139 |
452.837 |
| Arbeitsplätze / Beschäftigte am 30.06.2001 |
46.545 |
224.641 |
5.929.580 |
| - Verarbeitendes Gewerbe |
22.074 |
79.670 |
1.629.752 |
| - Handel |
5.419 |
31.470 |
964.445 |
| - Gastgewerbe |
708 |
3.763 |
137.514 |
| - Verkehr- und Nachrichtenübermittlung |
1.273 |
9.667 |
318.054 |
| - Kreditinstitute und Versicherungsgewerbe |
1.141 |
8.230 |
225.064 |
| - Dienstleistungen für Unternehmen* |
4.089 |
26.449 |
686.644 |
| - Öffentliche Verwaltung u.ä. |
1.941 |
13.067 |
313.092 |
| - Sonstige (öff. u. private) Dienstleistungen |
6.702 |
36.933 |
1.119.618 |
| Berufs-Einpendler |
16.647 |
70.393 |
--- |
| Berufs-Auspendler |
12.014 |
64.435 |
--- |
|
Einpendlerüberschüsse
|
4.633 |
5.958 |
--- | * inklusive Immobilienbranche
Struktur des Verarbeitenden Gewerbes
Die folgenden Daten umfassen Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten für das Jahr 2001.
|
Remscheid |
IHK-Bezirk |
NRW |
| Betriebe |
164 |
603 |
10.935 |
| Tätige Personen |
20.050 |
68.735 |
1.453.055 |
|
Gesamtumsatz in Mio. € |
2.688 |
9.253 |
297.324 |
| Auslandsumsatz in Mio. € |
1.270 |
3.527 |
105.122 |
| Exportquote in % |
47,2 |
38,1 |
35,4 |
| Industriedichte* |
168 |
106 |
81 |
*Tätige Personen je 1.000 der Wohnbevölkerung
Wuppertal-Solingen Remscheid
|
|
Betriebe |
Tätige |
Umsatz in Mio. € |
Exportqote |
| Maschinenbau |
83 |
13.957 |
1.982 |
55,6 % |
| Metallerzeugnisse |
231 |
19.590 |
2.363 |
39,6 % |
| - Werkzeuge |
94 |
6.782 |
796 |
46,5 % |
| - Schneidwaren und Bestecke |
34 |
3.693 |
520 |
52,2 % |
| - Schlösser und Beschläge |
11 |
2.607 |
294 |
39,7 % |
| Chemie |
21 |
6.986 |
894 |
51,7 % |
| Elektroindustrie |
21 |
4.543 |
557 |
39,4 % |
| Fahrzeugbau |
15 |
4.131 |
671 |
21,8 % |
| Ernährungsgewerbe |
33 |
3.419 |
435 |
2,0 % |
| Textil- und Bekleidungsgewerbe |
51 |
2.866 |
369 |
39,4 % |
| Metallerzeugung und -bearbeitung |
22 |
2.508 |
412 |
37,3 % |
| Summe Kammerbezirk |
616 |
71.082 |
9.293 |
38,7 % |
| Verarbeitendes Gewerbe in Remscheid* |
152 |
17.868 |
2.580 |
50,6 % |
| Industrielle Kleinbetriebe** |
302 |
2.323 |
0,02 |
--- |
| Handwerk in Remscheid |
862 |
7.331 |
0,60 |
--- |
* Daten für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten für das Jahr 2002 in Bergbau und Industrie ** Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten in Bergbau und Industrie
Quelle der Wirtschaftsstrukturdaten: Broschüre „Kompetenzhoch3 - Wirtschaftsregion Bergisches Städtedreieck“ hrsg. v. Stadtverwaltung Remscheid et al.
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Standortfaktoren
Die wichtigsten Standortfaktoren, die die Unternehmenskosten beeinflussen, sind im Folgenden aufgeführt:
| Gewerbesteuerhebesatz |
450 v.H. |
| Grundsteuer A (für Landwirtschaft) |
230 v.H. |
| Grundsteuer B (für sonstige Grundstücke) |
490 v.H. |
| Zweitwohnungssteuer |
12 v.H. |
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Freizeit, Sport, Erholung
Remscheid ist umgeben von einer grünen Lunge mit beeindruckender Naturvielfalt, die zur Entspannung oder für Outdoor-Sport ideal geeignet ist. Für Wanderer, Jogger, Spaziergänger und Radler ist Remscheids Natur ein Paradies: Bergauf, bergab geht’s durch dichte Tannen und lichtdurchflutete Laubwälder, vorbei an idyllischen kleinen Ortschaften oder immer an einem der zahlreichen Bäche entlang. Besonders hoch in der Gunst aller Erholungssuchenden steht die Eschbachtalsperre, Deutschlands erste Trinkwassertalsperre.
Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. So zieht ein Kulturprogramm mit internationalen Künstlern viele Bürgerinnen und Bürger aus den umliegenden Städten und Gemeinden an (siehe auch Kultur). Im Stadtzentrum genießen die Remscheider Einwohner zudem die attraktiven und wetterunabhängigen Einkaufsmöglichkeiten im Stadtzentrum. In der Innenstadt laden Cafés und Restaurants zum kulinarischen Vergnügen ein. Die belebte Fußgängerzone rundet das attraktive Angebot in Remscheids Mitte ab. Remscheid ist aber auch eine Sportstadt. So bieten gut 100 Vereine und Initiativen, die rund 30.000 aktive und passive Mitglieder haben, ein vielfältiges und umfangreiches Sportangebot: Von Fußball oder Fallschirmspringen über Judo bis hin zu Rollhockey, Segeln oder Tischtennis - für alle Altersgruppen gibt es vielfältige Möglichkeiten, um sich topfit zu halten. Mit 2 Stadien, 6 Sporthallen, 10 Sportanlagen sowie je einem Hallen-, einem Frei- und einem Freizeitbad bietet die Stadt Remscheid die dafür notwendige Sportinfrastruktur.
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Bildung
Berufliche Ausbildung, Qualifizierung und Forschung werden in Remscheid und Umgebung groß geschrieben. Der hellste Stern der regionalen Bildungs- und Forschungslandschaft ist dabei die Bergische Universität im benachbarten Wuppertal, die zugleich eine von Deutschlands besten Gründer-Universitäten ist. Daneben gibt es das Studienzentrum Remscheid der FernUniversität-Gesamthochschule Hagen und viele weitere wirtschaftsnahe Institutionen der Weiterbildung und Forschung wie z.B. das Berufsbildungszentrum der Bergischen Metall- und Elektroindustrie (BZI), die als Partner die regionale Wirtschaft unterstützen. Auch für die schulische Ausbildung bietet Remscheid mit 22 Grundschulen, 7 Hauptschulen, 3 Realschulen, 2 Gesamtschulen, 4 Gymnasien, einer Waldorf-Schule, 3 berufsbildenden Schulen, der Volkshochschule sowie 2 Stadtteilbibliotheken eine hervorragende Infrastruktur.
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Kultur
Ein wesentlicher Brennpunkt internationalen Tanzgeschehens in Remscheid ist das Stadttheater Remscheid, das seit 2001 den Namen des Bühnenbildners und gebürtigen Remscheiders Teo Otto trägt. In Form hochkarätiger Gastspiele, Koproduktionen und im Rahmen des internationalen Festivals „Remscheid tanzt“ bietet das Haus unter der Direktion von Helga Müller-Serre ein vielseitiges Programm der Sparten Ballet und zeitgenössischer Tanz, Oper und Konzert, neue Theater- und Zirkusformen, Variété, Kabarett und Lesung. Darüber hinaus inszeniert das Westdeutsche Tourneetheater (WTT) die ganze Bandbreite von Kipplings „Dschungelbuch“ bis Borcherts „Draußen vor der Tür“ nicht nur bei zahlreichen Gastspielen weit jenseits der Remscheider Stadtgrenzen, sondern eben auch in seinem kleinen, aber feinen „Theater im Studio“. Überregional bekannt sind auch die mehrfach prämierten Bergischen Symphoniker, das philharmonische Orchester von Remscheid und Solingen unter der Leitung der Generalmusikdirektorin Romely Pfund. Kulturelle Entwicklungsarbeit leistet seit mehr als 40 Jahren die Akademie Remscheid.
Auch wenn das Bergische Land gewiss nicht als ein Zentrum der Bildenden Kunst bezeichnet werden kann, so existiert hier durchaus eine beachtliche, lebendige Kunstszene mit einer Vielzahl privater Ateliers und Galerien ganz unterschiedlicher Ausrichtung. Die Städtische Galerie Remscheid hat sich die Präsentation zeitgenössischer, nationaler und internationaler Kunst zur Aufgabe gemacht. Einen wichtigen Eckpfeiler des kulturellen Selbstverständnisses im bergischen Städtedreieck bilden die zahlreichen Denkmäler und Museen der Industriekultur. In Remscheid-Hasten veranschaulicht das 1967 eingeweihte, nach Um- und Ausbauten 1998 wieder eröffnete Deutsche Werkzeugmuseum die Bedeutung des Remscheider Raums als Zentrum der deutschen Werkzeugindustrie. Weitere interessante Adressen sind das Tuchmuseum Lennep sowie das Deutsche Röntgen-Museum in Lennep.
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Geschichte
Urkundlich erwähnt wurde Remscheid bereits im 12. Jahrhundert. Graf Engelbert von Berg schenkte den Johannitern zwischen 1173 und 1189 Kirche und Frohnhof zu Remscheid. Im Gegensatz zu den Städten, die aus einer geschlossenen Ansiedlung entstanden sind, wuchs Remscheid aus vielen Gehöften und einzelnen, kleinen Ansiedlungen nach und nach zu einer Einheit zusammen. Zudem gab es Naturschätze wie Holz, Eisenerz und Wasserkraft, die schon früh die Grundlage für die Entfaltung eines eigenständig blühenden Eisengewerbes schaffte.
Die Stadtrechte erlangte Remscheid im Jahre 1808 - Anlass zum Jubel für damals 6.135 Einwohner. Das Eingemeindungsgesetz von 1929 brachte für Remscheid mit den alten, bergischen Städten Lüttringhausen und Lennep bedeutende Zugewinne und machte es zu einer Großstadt. Lennep als einstige Kreisstadt hatte bereits 1230 die Stadtrechte verliehen bekommen; hier blühten Handel und Handwerk, und hier hatte sich bereits im 14. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum der deutschen Tuchindustrie entwickelt. Bei der zweiten kommunalen Neugliederung 1975 wurde Bergisch Born nach Remscheid eingemeindet.
Technologie hat in Remscheid eine lange Tradition. Schon im Mittelalter zeichneten sich die Bergischen als fleißige und geschickte Handwerker aus. Es waren die kleinen „Hämmer“ und „Schleifkotten“, die das Fundament für zahlreiche Ideen aus Remscheid bildeten. Aus Remscheid im Bergischen Land stammen das erste nahtlose Stahlrohr der Brüder Max und Reinhard Mannesmann und die weltberühmten Vaillant-Warmwassergeräte und -systeme. Es war Richard Lindenberg, der 1906 erstmals industriell Elektrostahl produzierte, und es waren Remscheider Ingenieure, die bei Edscha seit 75 Jahren Scharniere und Schließsysteme entwickelten.
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