Die Schausammlung des Deutschen Werkzeugmuseums

Die Dampfmaschine - ein zentrales Exponat im Museum
Die Sammlung hat überregionale handwerks- und industriegeschichtliche Bedeutung. Die ständige Schausammlung des Museums besteht aus acht Ausstellungsbereichen (Ausstellungseinheiten), die in beliebiger Reihenfolge besichtigt werden können.

Alle Ausstellungseinheiten werden durch große Bild-Texttafeln ausführlich erläutert. Zusätzlich stehen Multimedia-Geräte zur Verfügung. - Mehr dazu unter "Service"!

Die Ausstellungseinheiten

In der Ausstellungseinheit "Werkzeug im Wandel: Stein, Bronze, Eisen, Stahl" im Obergeschoss des Museums wird auf der Grundlage der in der jeweiligen Zeit für die Herstellung von Werkzeug wichtigsten Materialien die Geschichte des Werkzeugs und seiner Herstellung durch die Jahrtausende von der Vorzeit bis etwa um 1800 dargestellt.

Ebenfalls im Obergeschoss thematisiert die Einheit "Werkzeughandel" dessen Entwicklung vom Spätmittelalter bis heute, wobei ein Schwerpunkt auf der weltweiten Tätigkeit großer Remscheider Handelshäuser im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert liegt. Produktinformation und -werbung wird am Beispiel von handcolorierten Katalogen des frühen 19. Jahrhunderts, gedruckten Werkzeug-katalogen der Folgezeit bis zu deren heutiger Umsetzung mittels elektronischer Medien dargestellt.

Exportkisten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentieren den Export deutscher Werkzeuge in die ganze Welt.

Die Ausstellungseinheit "Werkzeugform - Werkzeugfunktion" will zeigen, dass die Form eines Werk-zeugs zwar durch Funktion und ergonomische Zweckmäßigkeiten bestimmt ist, sie aber dennoch im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Ausprägungen erfährt. Neben Handwerkzeug wird auch Elektrowerkzeug, hier insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der Elektrobohrhämmer, angesprochen.

Eine Deutschlandkarte im Zugangsbereich zur Schausammlung im Erdgeschoss ist Ausgangs-punkt für Informationen zu den klassischen Zentren der Werkzeugindustrie. Gleich nebenan die Ausstellungseinheit "Feilenhauerei", wo exemplarisch verdeutlicht wird, welche - zunächst hand-werklichen - Arbeitsschritte zur Feilen-Herstellung erforderlich sind. Am Beispiel der Mechanisierung der Produktion werden auch die sozialen Auswirkungen für die Menschen und deren Arbeit verdeutlicht: Die Feilenhauer verloren ihre Selbstständigkeit, wurden zu Fabrikarbeitern.

In engem Zusammenhang mit der Feilenhauerei steht die Ausstellungseinheit "Kleinindustrielle Fertigung", deren Mittelpunkt Werkzeugmaschinen und Maschinenwerkzeuge des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts bilden. Räumlich gehört dazu auch eine Dampfmaschine von 1907, die ihre Kraft über eine Transmissionsanlage auf Produktionsmaschinen überträgt.

Die Dampfmaschine - Symbol der "Industriellen Revolution" leitet thematisch über zur Ausstellungs-einheit "Industrielle Werkzeugfertigung". Neben sozialgeschichtlichen Aspekten informiert hier ein weiterer Schwerpunkt über das industrielle Gesenkschmieden, nach wie vor ein wichtiger Produkti-onsschritt in der Werkzeugindustrie. Angegliedert sind weitere Großobjekte, die zwar mit der Werk-zeugproduktion in einem Zusammenhang stehen, thematisch jedoch darüber hinaus weisen. Dies sind zum einen der weltweit erste Produktionsofen zur Herstellung von hochwertigem Elektrostahl (1906 von Richard Lindenberg in Remscheid-Hasten in Betrieb genommen). Zum anderen ist es eine Exponatgruppe mit Modellen und Original-Versuchs-Walzanlagen zur Herstellung nahtloser Röhren, entwickelt von Max Mannesmann (1857-1915) und dessen Bruder Reinhard (1856-1922).

Ganz aktuell schließlich die Ausstellungseinheit "Moderne Werkzeuge - Moderne Fertigung": Auf relativ kleinem Raum werden dort in verdichteter Form mittels zweier Videomonitore und einem Computer-Arbeitsplatz aktuelle Entwicklungen aufgezeigt: Neue Organisationsformen, neue Verfahren im Fertigungsfluss, neue Produkte aus innovativen Werkstoffen und hochpräzise Methoden der Qualitätssicherung bestimmen heute den Alltag der Werkzeugindustrie.


 

Kontakt -

Zentrale Rufnummer des Historischen Zentrums:
0 2191- 16 2519 / Fax: 0 2191- 16 2055 (international: +49 21...)
 

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Öffnungszeiten -

Mo.: geschlossen
Di.: 10:00-17:00 Uhr
Mi.: 10:00-17:00 Uhr
Do.: 10:00-17:00 Uhr
Fr.: 10:00-17:00 Uhr
Sa.: 10:00-17:00 Uhr
So.: 10:00-17:00 Uhr


Heiligabend, an den Weihnachtstagen, Silvester und Neujahr bleibt das Museum geschlossen.


 

Öffnungszeiten +

Eintritt -

Kinder bis vollendetes 18. Lebensjahr: Eintritt frei!
Erwachsene: 3,50 €
Ermäßigter Eintritt: 2,50 € (z.B. Studierende, Schüler/-innen und Auszubildende (bis 25. J.), Schwerbehinderte ab 80 %)


 

Eintritt +

Service -

Foto: Multimediagerät (ähnlich einem kleinen Smartphone)

Führungssysteme zur individuellen Nutzung

Es sind 15 PDA-Geräte mit Informationen in deutscher und englischer Sprache verfügbar. In beliebiger Reihenfolge, oft auch als Kurzversion sind damit auch Videoclips und Bilder abrufbar. Die Geräte wurden vom 'Förderkreis Deutsches Werkzeugmuseum e.V.' bereit gestellt und sind am Empfang gegen Pfand kostenlos ausleihbar. Eilige können alternativ dazu Infos bequem mit ihrem Smartphone per QR-Code aus dem Internet abrufen. Dabei fallen - je nach Mobilfunkvertrag - aber Verbindungskosten an.
Völlig gebührenfrei ist die inzwischen freigeschaltete "WiFi-to-go-Führung". Hierbei loggt man sich mit dem eigenen Smartphone oder Tablet über ein internes WLAN ein und kann dann - in größerem Umfang als bei der 'alten' Multimediaführung - Infos und Videoclips per Datenstream auf sein Gerät holen. Das Passwort gibt's beim Empfang!
 

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