Standardelemente der Berufs- und Studienorientierung

KAoA

Betriebspraktikum

In der Klasse 9 oder 10 absolvieren alle Schülerinnen und Schüler ein in der Regel dreiwöchiges Betriebspraktikum. Anhand von konkreten Aufgaben und Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum erhalten sie einen Einblick in betriebliche Zusammenhänge und berufliche Anforderungen. Ziel ist es, ihnen eigene Erfahrungen zu ermöglichen und ein realistisches Verständnis für Arbeitswelt zu fördern und sie so in ihrer Berufsorientierung zu unterstützen. Betriebspraktika können in allen Bereichen der Arbeitswelt durchgeführt werden: im Handwerk, in der Industrie, in Handel und Verkehr, in freien Berufen, in der öffentlichen Versorgung und Verwaltung sowie in Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen. Um die Bandbreite der Berufe für die Schülerinnen und Schüler zu vergrößern, soll ihr Interesse an untypischen Berufsfeldern geweckt werden, besonders im Hinblick auf die sogenannten MINT-Berufe für Mädchen und erzieherische und pflegerische Berufe für Jungen. Die Vor- und Nachbereitung und die Begleitung des Betriebspraktikums erfolgt durch die Schule. Die Eltern werden informiert und einbezogen

Praxiskurse

Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10, die voraussichtlich Schwierigkeiten haben werden, den Abschluss der Sekundarstufe I zu erreichen oder den Übergang in eine Berufsausbildung zu schaffen, erhalten die Option an sogenannten Praxiskursen teilzunehmen. Praxiskurse sind ein Angebot der vertiefenden praktischen Berufsorientierung und finden in Betrieben und/oder bei Bildungsträgern im Anschluss an das Schülerbetriebspraktikum statt. Ausgehend von den Ergebnissen der Potenzialanalyse und der Berufsfelderkundung erproben sich die Jugendlichen in unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten und Feldern und bekommen die Möglichkeit, neben ihren Kenntnissen in einem Beruf oder einem Berufsfeld auch ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen zu verbessern. Für Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs umfassen die Praxiskurse bis zu 48 Stunden, für den 10. Jahrgang bis zu 24 Stunden. Die Entscheidung über die Teilnahme liegt bei der Schule, in gemeinsamer Abstimmung mit den Schülerinnen und Schülern sowie deren Erziehungsberechtigten.

Langzeitpraktikum

Langzeitpraktika sind Angebote für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10, die sich im letzten oder vorletzten Schulbesuchsjahr befinden und aufgrund ihres Leistungsstands den Abschluss der Sekundarstufe I mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreichen werden, wodurch der nahtlose Übergang in eine Berufsausbildung nur schwer möglich ist. Langzeitpraktika bieten eine mehr praktisch orientierte Unterstützung, die darauf abzielt, dass die Jugendlichen trotz bestehender Schwierigkeiten den direkten Anschluss eine Ausbildung, in Berufsvorbereitung oder in weiterführende Schulbildung schaffen. Durch die Teilnahme können sie ihre Chancen auf das Erreichen eines Schulabschluss verbessern und sich in einem Betrieb durch praktische Fertigkeiten und Kenntnisse bewähren.

ESF MAGS