Finanzielle Hilfen bei Pflegebedürftigkeit

Reichen die Leistungen der Pflegekasse und die eigenen finanziellen Mittel nicht aus, um die häusliche Pflege oder die Kosten im Pflegeheim zu bezahlen, können auch Leistungen der Sozialhilfe oder ein Pflegewohngeld beansprucht werden.

Leistungen der Sozialhilfe für die Pflege

Durch die Hilfe zur Pflege werden pflegebedürftige Menschen unterstützt, indem die mit der Pflege verbundenen Kosten, die nicht durch die Pflegekasse gedeckt sind, und nicht selbst oder von unterhaltsverpflichteten Angehörigen finanziert werden können, ganz oder teilweise übernommen werden. Dabei ist die Entscheidung der Pflegekasse über das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit nach der Pflegeversicherung grundsätzlich auch für die Entscheidung im Rahmen der Hilfe zur Pflege verbindlich.

Sozialhilfeleistungen für die häusliche Pflege

Die Hilfe zur Pflege soll vorrangig die häusliche Pflege sicherstellen.Dabei gilt, dass diese möglichst von Verwandten, Freunden oder Nachbarn übernommen wird. Es können Geldleistungen oder Sachleistungen erbracht werden. Reicht Nachbarschaftshilfe bei der Pflege nicht aus, werden häufig nicht gedeckte Kosten von Pflegediensten bewilligt. Die Sozialhilfe setzt auch dann schon ein, wenn die bei der Pflegeversicherung erforderliche Pflegestufe 1 noch nicht erreicht ist.

Finanzielle Hilfen bei Heimunterbringung

Auch für Kosten einer notwendigen Unterbringung in einem Pflegeheim werden Sozialhilfeleistungen erbracht, wenn die Pflegekassenleistungen oder die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen. Unabhängig von Sozialhilfe kann für die Investitionskosten ein Pflegewohngeld in Frage kommen.