Lärmkartierung

Ausschnitt aus der Lärmkarte Remscheid für die Lärmquelle Straßenverkehr
Die Lärmkartierung bietet die visuelle Darstellung und einfache Erkennbarkeit der Lärmbelastung in einer Stadt ähnlich wie ein Stadtplan.

Berechnen statt messen

Die Lärmbelastung wird anhand eines Rechenmodells ermittelt und für verschiedene Belastungshöhen farblich dargestellt. So entstehen beispielsweise für den Straßenverkehr entlang einer Straße verschiedene Farbbänder, die unterschiedliche Lärmpegel abbilden.

Im Gegensatz zum Lärm einer einzelnen Baumaschine ist der Umgebungslärm unregelmäßig und eine Summe aus verschiedenen Lärmqualitäten. Eine wiederholbare Messung unter gleichen Bedingungen ist dadurch praktisch nicht möglich. Die Vergleichbarkeit verschiedener Straßen oder Gebiete, wie in der Lärmkarte dargestellt, wird durch die Berechnung des Lärms gewährleistet. 

 

Die Kartierung des Straßenlärms in Remscheid

Die Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union gibt zwei Stufen für die Lärmkartierung vor.

In der ersten Stufe ist der Straßenverkehrslärm die Hauptlärmquelle in Remscheid. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hat die Lärmbelastung im Stadtgebiet Remscheid für Straßen mit mehr als 6 Mio. Fahrzeugen pro Jahr berechnet und kartiert. Die Karten waren bis zum 31.06.2007 fertigzustellen und können über die Internetseite des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW aufgerufen werden.

In einer zeitlich nachfolgenden zweiten Stufe werden die Straßen mit mehr als 3 Mio. Fahrzeugen pro Jahr, der Schienenverkehr und bestimmte Industriegelände hinzugenommen. In Remscheid werden weitere Straßen, die erheblich zur Lärmbelastung beitragen, in die Kartierung einbezogen. Die Stadt Remscheid ist in der zweiten Stufe eine sogenannte Ballungsraumkommune mit mehr als 100.000 Einwohnern und für die Lärmkartierung selbst verantwortlich. Bis zum 31.06.2012 sind die Lärmkarten fertigzustellen und alle fünf Jahre zu überarbeiten.