Lärmaktionsplan

Die Ergebnisse der Lärmkartierung zeigen die Schwerpunke der Lärmbelastung mit Umgebungslärm in einer Stadt auf.
Für diese Belastungsschwerpunkte werden anschließend Minderungsmaßnahmen ermittelt und in einem Lärmaktionsplan zusammengestellt.

Lärmaktionsplan der 1. Stufe

Die Stadt Remscheid hat für den Lärmaktionsplan der ersten Stufe - für Straßen mit mehr als 6 Mio. Kraftfahrzeugen pro Jahr - zwei Belastungsschwerpunkte ausgewählt:

  • die Freiheitstraße in ihrem gesamten Verlauf und
  • die Lenneper Straße zwischen Johann-Vaillant-Platz und Intzestraße.

In diesen Bereichen kommt zur Lärmbelastung eine Belastung mit Luftschadstoffen hinzu, die ebenfalls über die ausgewählten Maßnahmen verringert werden soll.

Die Auswahl der Minderungsmaßnahmen, die für beide Belastungen wirkungsvoll sind, wurde gutachterlich abgesichert, verwaltungsintern und in den politischen Gremien diskutiert und im Entwurf des ersten Lärmaktionsplans dokumentiert.

Vom 21. Juni bis zum 30. Juli 2010 wurde der Entwurf der Öffentlichkeit vorgestellt. Die eingereichten Vorschläge und Anregungen wurden anschließend eingearbeitet.

Der Rat der Stadt Remscheid hat am 28.06.2012 den Lärmaktionsplan für die Lenneper Straße beschlossen. Als sofort wirksame Maßnahme, die den gesundheitlich besonders relevanten Schlaf vor Lärm schützt, wurde eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h von 22 - 6 Uhr eingerichtet.

Lärmaktionsplan der 2. Stufe

In der zweiten Stufe ist die Stadt Remscheid Ballungsraumkommune mit mehr als 100.000 Einwohner und führt die Lärmaktionsplanung in eigener Regie aus.

Wesentliche Lärmquellen der zweiten Stufe sind in Remscheid der Straßenverkehr und der Schienenverkehr.

Für den Schienenverkehr hat das Eisenbahnbundesamt Anfang 2015 die Lärmkartierung zur weiteren Planung zur Verfügung gestellt.  Bis Mitte 2015 hat das Eisenbahnbundesamt eine Online-Beteiligung der Öffentlichkeit für die Schienenstrecken außerhalb der Ballungsräume durchgeführt und ausgewertet. Die Lärmkartierung und die erste Lärmaktionsplanung kann unter den Informationen rechts auf dieser Seite eingesehen werden.
Der Schienenverkehr wird im aktuellen Entwurf des Lärmaktionsplans Remscheid für die 2. Stufe ebenfalls aufgeführt und betrachtet.

Die Ergebnisse der Lärmkartierung 2012 für den Straßenverkehr wurden analysiert und Belastungsschwerpunkte herausgearbeitet, für die verschiedene Minderungsmaßnahmen und -Strategien verwaltungsintern abgeklärt und dargestellt sind. Nach Beschluss der politischen Gremien geht der Entwurf in Kürze in eine Offenlage, so dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit zur Mitgestaltung im Rahmen der EU-Umgebungslärmrichtlinie haben wird. Parallel werden weitere Träger öffentlicher Belange einbezogen. Nach der Auswertung der Anregungen und Bedenken wird der Lärmaktionsplan überarbeitet und erneut zum Beschluss den politischen Gremien vorgelegt.

Die Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft hat als Termin zur Vorlage des Lärmaktionsplans den 18.07.2013 gesetzt. Dieser Termin konnte von fast allen Kommunen aufgrund des sehr kurzen Planungszeitraumes von einem Jahr nicht eingehalten werden.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Öffentlichkeit ist nach § 47 d Abs. 3 BImSchG in die Lärmaktionsplanung in geeigneter Weise einzubinden und erhält die Möglichkeit, an der Ausarbeitung und Überprüfung des Lärmaktionsplans mitzuwirken. Dies erfolgt in Form einer Offenlage des Entwurfs, die am 19.11.2015 durch den Haupt- und Finanzausschuss beschlossen wurde.

In Papierform liegt der Lärmaktionsplan im Fachdienst Umwelt, Elberfelder Str. 36, 42853 Remscheid im 2. OG, Zi. 258, zu folgenden Zeiten zur Einsichtnahme aus:

vom 7. Dezember 2015 bis 22. Januar 2016,

Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr

Di + Do 14.00 - 16.00 Uhr

Empfohlen wird eine Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0 21 91 / 16 32 77. Es wird darauf hingewiesen, dass vom 28. bis 30.12.2015 die Verwaltung geschlossen ist.

In der Infobox auf der rechten Seite ist der Lärmaktionsplan zum Download hinterlegt.

Bis zum 05. Februar 2016 können Stellungnahmen, Vorschläge und Bedenken schriftlich oder per e-mail unter dem oben genannten Kontakt beim Fachdienst Umwelt eingereicht werden.

Die Ergebnisse der Mitwirkung sind zu berücksichtigen und werden in den Lärmaktionsplan aufgenommen. Parallel werden weitere Träger öffentlicher Belange einbezogen. Nach der Auswertung der Anregungen und Bedenken wird der Lärmaktionsplan überarbeitet und erneut zum Beschluss den politischen Gremien vorgelegt.