Während in Quimper erst vor kurzem der sogenannte „Conseil Municipal des Jeunes“ (CMJ) gegründet wurde, in dem 40 junge Menschen in Themenfeldern daran arbeiten, ihre Stadt schöner und attraktiver für Jugendliche zu machen, war es der 11. Jugendrat in Remscheid, der unter Emily Schwindt die Initiative ergriffen und Kontakt aufgenommen hat. „Ich habe den Austausch mit unseren Partnerstädten, besonders mit Quimper, initiiert und vorangetrieben, weil ich überzeugt bin, dass echte Begegnungen zwischen Menschen helfen, Vorurteile abzubauen, und genau das ist eine wichtige Grundlage für Frieden.“
Sechs Jugendliche machten sich am 7. April auf die Reise, um die Partnerstadt zu erkunden und gemeinsame Projekte mit dem CMJ anzustreben. Nach einer holprigen Anreise verbrachten Emily Schwindt, Nasra Alabdou, Finn Remmen, Sophie Maindok, David Serrano und Mathilda zum Dohme den ersten Tag mit einer Stadterkundung, die vom französischen Gegenstück ihres Rates organisiert wurde. Dabei lernten Sie viel über die Geschichte Quimpers, besichtigten das Rathaus und hatten eine erste Gelegenheit, sich mit dem CMJ von Quimper auszutauschen.
Danach besuchten Sie beliebte Reiseziele Jugendlicher in der Nähe von Quimper: die kleine französische Gemeinde Bénodet am „Plage du Trez“ und die „Close Ville“ von Concarneau. Auf Instagram bringen sie alle dazu, die Schönheit in Verbindung mit informativen Fakten nachzuempfinden.
Zurück in der Partnerstadt durften Jugendtreffpunkte wie die „Bar des Arts“ und die Bibliothek natürlich nicht fehlen. Nachdem Sie die Stadt kennengelernt hatten, kam es am letzten Tag schließlich zum politischen Austausch mit dem CMJ. Sehr gastfreundlich wurden die Remscheider Jugendlichen bei der Sitzung des CMJ empfangen. „Bonjour“, „Guten Tag“ und „Hola“ hieß es bei der Vorstellungsrunde, bei der jede Sprache bis auf die eigene Muttersprache angesagt war.
Anschließend legten die vereinigten Jugendräte fest, welche Werte sie vertreten, präsentierten sich gegenseitig ihre Arbeitsweise und stellten Fragen über Fragen. Sophie Maindok, stellvertretende Vorsitzende, sagte: „Als wir den Jugendrat in Quimper getroffen haben, habe ich wirklich realisiert, was wir hier gerade machen und schaffen.“ Beide Parteien sind sehr stolz auf den Austausch.
Auch die Abgeordneten verschiedener Jugend- und Remscheid-Ausschüsse der Stadt Quimper sowie der Remscheid-Quimper-Verein waren anwesend, um die Jugendlichen zu begrüßen und diesen historischen Moment mitzuerleben. Die Jugend in Remscheid und Quimper kann sich künftig auf gemeinsame Projekte freuen, die den Zusammenhalt der Partnerstädte stärken sollen, denn: Zurück in der Heimat ist der Austausch noch lange nicht vorbei. Die Jugendlichen planen eine andauernde Zusammenarbeit mit einer Art Koalitionsvertrag, um Ziele und Werte festzulegen, die in Remscheid an den kürzlich gewählten 12. Jugendrat weitergegeben werden sollen. Der 11. Jugendrat verabschiedet sich mit einem herzlichen „Au revoir“ von Quimper und blickt dem Wiedersehen mit Freude entgegen.