Die Planungen für das Outlet in Lennep werden mit Blick auf den vorhandenen Baumbestand weiter optimiert. Der Investor hat zugesagt, den Baukörper im Bereich der Wupperstraße anzupassen, um dort insbesondere alte und prägende Bäume erhalten zu können. Erste Zeichnungen zur veränderten Planung liegen bereits vor und werden nun weiter konkretisiert.
Die aktuelle Anpassung ist nicht die erste Veränderung, die aus dem Austausch zwischen Stadtgesellschaft, Verwaltung und Investor entstanden ist. So wurden bereits die ursprünglich vorgesehene „Landschaft auf Zeit“ aufgegeben und der Baukörper gedreht und neu ausgerichtet. Auch weitere Hinweise aus dem bisherigen Dialog sind in die laufende Planung eingeflossen.
„Wir haben gesagt, dass wir zuhören, Argumente prüfen und unsere Planungen immer wieder neu bewerten. Genau das tun wir“, erklärt Oberbürgermeister Sven Wolf. „Wenn wir gemeinsam eine bessere Lösung finden, müssen wir auch bereit sein, eine Planung zu verändern. Genau darin liegt für mich der Wert eines offenen Dialogs.“
Rund 70 Prozent der besonders erhaltenswerten und erhaltenswerten Bäume werden gesichert gesichert
Das Outlet wird auf Höhe der Wupperstraße geöffnet. Diese Veränderung des Baukörpers sichert die Wegebeziehung durch das Outlet. Gleichzeitig wird dadurch der Baumbestand an der Wupperstraße/Ecke Straße am Stadion größtenteils geschützt.
Auch die darunter liegende Tiefgarage wird kleiner. 38 Stellplätze werden entfallen. Diese werden jedoch an anderer Stelle im Outlet realisiert.
„Gesprächsangebote sind eine Chance“
Für Oberbürgermeister Sven Wolf bestätigt die Entwicklung die Dialoglinie der vergangenen Wochen: „Ein Gesprächsangebot ist für mich zunächst einmal eine Chance. Man muss nicht in allen Punkten einer Meinung sein. Entscheidend ist, dass wir einander zuhören, fachliche Argumente ernst nehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen.“
Die bisherigen Veränderungen zeigten, dass dieser Austausch konkrete Auswirkungen auf die Planung haben könne. Verwaltung, Investor und Fachgutachter werden deshalb auch im weiteren Verfahren prüfen, wo zusätzliche Verbesserungen möglich sind.
„Wir werden nicht jeden Baum erhalten können. Das wäre kein seriöses Versprechen. Aber die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass es sich lohnt, genau hinzuschauen und Planungen dort zu verändern, wo eine bessere Lösung möglich ist.“